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INSITE 2020

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Das Magazin des Hotels Bayerischer Hof 2020.

POINT OF VIEW OUR WAY

POINT OF VIEW OUR WAY With “I did it my way“ Frank Sinatra practised what he sang. He was his own man. In no way did he ever bow to convention. Back in the Seventies and Eighties individualists and mavericks in these parts were in the ascendancy too. Not really BAYERISCHE SEELE Ohne Wenn und Aber – es zählt die eigene Meinung I did it my way“, sang der große Frank Sinatra einst, und er lebte das auch. Kein Katzbuckeln, kein Schmeicheln, keine Kompromisse, kein stromlinienförmiges Mitlaufen – ein Charakterkopf par excellence. Aber auch bei uns im München der 1970er und 1980er Jahre hatten die Individualisten und Eigenständigen das Sagen, wen wundert es, denn wir Bayern lassen uns eben nicht gerne verbiegen. Erinnere ich mich an meine Anfangszeiten bei der Münchner Abendzeitung, so sehe ich sie alle vor mir: Hotelier Falk Volkhardt, die Produzenten Luggi Waldleitner und Bernd Eichinger, Juwelier Burschi Heiden, Allround-Genie Gunter Sachs, Regisseur Helmut Dietl, Schauspielerin Hannelore Elsner, Ministerpräsident Franz Josef Strauß, Johannes Fürst von Thurn und Taxis oder Richard Süßmeier, eine Legende unter den Münchner Wirtsleuten. Allesamt großartige Typen, die stets ihre Meinung sagten, zu dieser auch immer standen, und somit vorlebten, dass man nicht weit kommt, wenn man immer wieder nur das Altbewährte wiederholt. Die dann und wann und aus Überzeugung auch mal Nein sagten, langweilig wurde es mit Ihnen so nie. Sich was trauen, etwas Unerwartetes tun und sogar seinem eigenen Ministerpräsidenten zu widersprechen, so einer war Luggi Waldleitner, als er beispielsweise gegenüber Franz Josef Strauß bemerkte: „Ich misch mich nicht in deine Treffen mit Breschnew ein, also lass mir auch meine Geschäfte mit Rainer Werner Fassbinder“. Und wie oft verblüffte Bernd Eichinger mit seiner Meinung, die so gar nicht stromlinienförmig war – meistens hatte er recht. Auch werde ich nie vergessen, wie Sir Peter Ustinov neben mir eine ganze Reihe von Politikern auf dem Narrhalla-Ball im Hotel Bayerischer Hof karikierte. Frech, mit schnellem Pinselstrich, auf Menükarten und einzelnen Blättern. Kein Bayer zwar, aber ein Charakterkopf ohnegleichen. Wo sind sie alle geblieben, die Originale, die Individualisten, die Wagemutigen von früher? Menschen, die uns und eine ganze Stadt mit ihrer Art bereicherten, weil sie nicht berechenbar waren? Vielleicht ist es heute ja nicht mehr ganz so einfach, gegen den Strom zu schwimmen und kontroverse Meinungen zu vertreten – doch das wäre äußerst schade. Polarisieren ist ja durchaus auch als ein Anstoß für Verbesserung, für Veränderung zu verstehen. Ist doch bemerkenswert, dass ein Theatermann wie Matthias Lilienthal erst dann als Star der Kammerspiele gefeiert wird, nachdem er sich öffentlichkeitswirksam dazu entschieden hatte, seine Koffer zu packen. Ganz so schlimm, wie manchmal getan wird, ist es sicherlich nicht, aber genauso wenig sollte man immer wieder sagen, dass früher alles besser war. Heute ist einfach vieles anders. Aber so sind wir halt, wir Münchner. Wir nörgeln gerne, denn dies ist auch ein Teil der bayerischen Seele, doch genauso intensiv lieben wir auch unsere Stadt. Wir wollen halt nur, dass etwas vorwärts geht, dass das Unerwartete für Spannung und Überraschung sorgt. So ist eben unsere Persönlichkeit gestrickt, zu der auch der Mut gehört, im Bedarfsfall Kontra zu geben – ganz ohne Wenn und Aber. Weil wir es gut meinen, mit uns und unserer Stadt. MARIE WALDBURG berichtet als Kolumnistin von allen hochrangigen Events aus den Metropolen dieser Welt surprising, because we Bavarians don't like to be tampered with either. Now when I reminisce about my early days reporting for Munich's “Abendzeitung“, my mind's eye pictures them all: hotel owner Falk Volkhardt, film producers Luggi Waldleitner and Bernd Eichinger, jeweller Burschi Heiden, allround genius Gunter Sachs, film director Helmut Dietl, actress Hannelore Elsner, Bavaria's president Franz Josef Strauss or legendary landlord Richard Süssmeier. None of these great characters minced their words and stood by their opinions, sometimes rejecting what they saw as a too repetitive shibboleth. They were never boring. For instance Luggi Waldleitner was not afraid to chide president Strauss: “I don't stick my nose into your negotiations with Brezhnev, so mind your own business when I'm dealing with Rainer Werner Fassbinder.“ Eichinger's opinions usually went against the grain, but often proved to be right. And Sir Peter Ustinov, though no Bavarian, was often unorthodox. I once sat next to him at the Narrhalla Ball at the Hotel Bayerischer Hof as he sketched caricatures of the politicians present onto sheets of the menu. Where are all the bold individualists now? Perhaps it's become more difficult to swim against the current. That would be a shame because polarisation can lead to improvement. Theatre director Matthias Lilienthal only rocketed to fame at the “Kammerspiele“ after he had told the media he was leaving. We may well be notorious grumblers in Munich. But that's in our soul and probably what keeps the city we love on its toes. FOTOS AGENTUR SABINE BRAUER An unforgettable shopping experience Discover an indulgent mix of more than 220 elegant boutiques from leading luxury and premium brands at Ingolstadt Village, only 45 minutes from Munich, and Wertheim Village, only 50 minutes from Frankfurt. Enjoy an unforgettable shopping expericence with savings of up to 60% * and tax-free shopping for visitors from outside the EU. Discover more IngolstadtVillage.com WertheimVillage.com Ingolstadt Wertheim © Ingolstadt Village and Wertheim Village 2019 12/19 * on the recommended retail price 90 INSITE 2020

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