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INSITE 2019

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Hotel Bayerischer Hof Magazin 2019.

ART KUNST ? DIE

ART KUNST ? DIE EMPFEHLUNGEN! 1. Welche Ausstellungen aus Ihrem Hause möchten Sie den Gästen des Hotels Bayerischer Hof für das Jahr 2019 empfehlen? 2. Auf welche Ausstellungen, national wie international, freuen Sie sich am meisten? Nanboku-chō-Zeit und mittlere Edo Zeit: 1333 – 1392 (Helm), 18. Jh. (Rüstung), Eisen, shakudō, Lack aus Gold und Silber, Schnürung, Leder, Bronze, Holz, Seide, Brokat, Bärenfell © The Ann & Gabriel Barbier-Mueller Museum, Dallas Foto: Brad Flowers FOTOS STUDIO FERRAZZINI BOUCHET PHOTOGRAPHY, GENF © THE ANN & GABRIEL BARBIER-MUELLER MUSEUM, DALLAS, PRIVAT KUNSTHALLE HYPO Roger Diederen, Direktor der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung Zu 1: Die Kunsthalle München bietet 2019 wieder eine sehr reizvolle Themenvielfalt mit hochkarätigen Kunstwerken aus der ganzen Welt. Das Programm startet ab Februar mit einer spektakulären Samurai- Ausstellung, die so noch nie in Deutschland zu sehen war. Über Jahrhunderte prägten die Samurai die Geschichte Japans – nicht nur als Krieger, sondern auch als politische Elite. Ihr Mythos erzählt von Tapferkeit und Disziplin, von Loyalität und nobler Selbstaufopferung – aber auch von Verrat, Intrigen und erbarmungsloser Gewalt. Ihre mit höchster Handwerkskunst aus edlen Metallen und kostbaren Stoffen hergestellten Rüstungen waren nicht nur wirkungsvolle Schutzpanzer, sondern auch imposante Statussymbole. Die Ausstellung lässt anhand prächtigster Exponate die spannungsvolle Geschichte des japanischen Rittertums lebendig werden. Ab Juli präsentieren wir dann einen sehr überraschenden Aspekt des Impressionismus, nämlich aus Sicht der kanadischen Künstler. Außerhalb Kanadas zu Unrecht völlig unbekannt, haben diese Maler um 1900 ihrer jungen Nation mit Landschaften eine ganz eigene visuelle Identität gegeben, die von französischen Einflüssen geprägt war. Wir schließen das Jahr ab mit raffinierten modernen Tapisserien aus der Pariser Gobelin-Manufaktur. Jeder kennt Künstler wie Picasso oder Matisse als Maler, aber dass sie auch Tapisserien entworfen haben, weiß kaum jemand. Auch diese Ausstellung wird einen wieder zum Staunen bringen, denn sie bietet farbige Fadenpracht auf höchstem Niveau. Zu 2: 2019 wird 100 Jahre Bauhaus gefeiert, mit vielen Ausstellungen und Veranstaltungen in ganz Deutschland (www.bauhaus100.de). Ich möchte dann auch endlich mal Dessau besuchen, wo zu diesem Anlass sogar ein neues Museum eröffnet wird. Ich finde es spannend – auch in Verbindung mit unserer Tapisserien-Ausstellung in der Kunsthalle – wie am Bauhaus Textilkunst und -design auf fulminante Weise weiterentwickelt wurden. GALLERY NEWS 1. Which of your exhibitions would you recommend to the Hotel Bayerischer Hof’s guests? 2. Which of your national and international exhibitions are you looking forward to most? KUNSTHALLE HYPO 1. In 2019 the Kunsthalle regales its visitors with a multitude of themes featuring top-class works of art from all over the world. Its programme starts in February with a samurai exhibition never seen before in Germany. For centuries the samurai played a leading role in Japan’s history as its warriors and political elite. The myths surrounding them highlight their courage, self- discipline, loyalty and selfsacrifice, but also include tales of betrayal, intrigues and merciless violence. Their suits of armour, handsomely crafted from precious metals and textiles, were not just meant for protection but as status symbols.The magnificent items on display bring the intriguing Japanese knighthood to life. From July on we will be according Canadian impressionists, painting around 1900, recognition they never enjoyed outside their own country. Picasso and Matisse were also masters of the loom. We intend to exhibit their finest tapestries. 2. In 2019 the 100th anniversary of the Bauhaus movement will be commemorated all over Germany (www.bauhaus100.de). I’ll head for Dessau with its new museum to look into the reasons for the furious pace at which Bauhaus textile art and design was developed. LENBACHHAUS 1. In May our “Body Check” exhibition juxtaposes two leading lights of 20th-century painting, Maria Lassnig and Martin Kippenberger, in a painterly dialogue which brings their own bodies to the fore, illustrating humankind’s existentialist predicament. Eschewing heroics, these are not classic self-portraits Alexej von Jawlensky, Spanierin, 1913 Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München LENBACHHAUS Elisabeth Tiers, Kuratorin im Lenbachhaus Zu 1: Im Mai eröffnen wir die Ausstellung Body Check. Martin Kippenberger – Maria Lassnig, in der erstmals die Werke dieser beiden wichtigen Protagonisten der Malerei des 20. Jahrhunderts einander gegenübergestellt werden. Beide Künstler rücken den eigenen Körper ins Zentrum ihrer malerischen Auseinandersetzung und versuchen damit der Misere des menschlichen Daseins eine Form zu geben. Ihre Bilder sind Selbstporträts im klassischen Sinne, das Heroische dieser Gattung haben sie jedoch abgelegt. Stattdessen zeigen sie sich körperlich entstellt, von Krankheit gezeichnet oder aus grotesker bis selbstmitleidiger Beobachtung. Im Ausstellungsparcours werden die beiden Positionen in einen Dialog gestellt. So soll ein Zwiegespräch entstehen, das Berührungspunkte und Gemeinsamkeiten, aber auch unterschiedliche Zugänge zur Thematik aufscheinen lässt. Wir freuen uns sehr, dass wir für Body Check zahlreiche Werke aus internationalen Sammlungen zusammentragen konnten, viele davon wurden bisher nur sehr selten gezeigt. 80 INSITE 2019 INSITE 2019 81

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