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INSITE 2018

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Der Romanée-Conti gilt

Der Romanée-Conti gilt als der teuerste Wein der Welt. Doch es gibt zahlreiche Alternativen, die ihm im Geschmack sehr nahe kommen LIVING LEGENDS TEXT ANDREAS M. JUCHELKA Sie sind rar, nahezu unbezahlbar und oft nur noch eine Wertanlage. Bei Volkhardt’s Wein finden sich aber Alternativen, die diesen Legenden sehr, sehr nahe kommen. Und das für kleines Geld … Als an einem grauen Novembertag im Jahre 2010 eine Flasche Cheval Blanc 1947 in den heiligen Hallen des Auktionshauses Christie’s in Genf zur Versteigerung kam, konnte im Vorfeld noch keiner ahnen, dass an diesem Tag der höchste, jemals erzielte Preis für einen Wein zustande kommen würde: 304.000 US-Dollar! Bis heute ist dieser Rekord ungebrochen und zeigt in eindrucksvoller Art und Weise auf, dass Wein dann und wann nicht einfach nur Wein ist. Wie in vielen anderen Bereichen sind ikonenhafte Namen auch in der Weinwelt das Leuchtfeuer, welches den Weg weist und die gesamte Branche auf ein historisches Niveau hebt, das aber eher von Sehnsucht als von Erfüllung geprägt sein dürfte. Äußerst unwahrscheinlich, dass die von Angebot und Nachfrage in Schwindel erregende Höhen getriebenen Etiketten der Allgemeinheit die Frage nach deren Geschmack beantworten, viel zu hoch sind diese Preise für solche Bouteillen – ganz zu schweigen von der LIVING LEGENDS The record still stands: in November 2010 a bottle of Cheval Blanc 1947 was auctioned at Christie’s in Geneva for 304,000 US dollars – the highest sum ever paid for a vintage wine. Such mercantile hype cannot indicate an iconic wine’s quality to the general public. However one can acquaint oneself with the characteristics of an iconic vintage: by turning to Torsten Kuhne, manager of wine merchant’s Volkhardt in the Pasing district of Munich. Kuhne is an acclaimed connoisseur of Bordeaux and Burgundy wines. Both regions are the cradle of viticultural produce which Tatsache, trotz eventuell vorhandenen Budgets, überhaupt eine solche Flasche erwerben zu können, da die Nachfrage ohnehin das zur Verfügung stehende Kontingent um ein Vielfaches überschreitet. Und dennoch gibt es Möglichkeiten, sich diesen Ikonen nahe fühlen zu können oder zumindest prinzipiell die Erfahrung machen zu dürfen, welche Geschmacksstrukturen sie zu dem gemacht haben, was sie heute sind. Torsten Kuhne, Leiter der Weinhandlung Volkhardt's in München-Pasing ist ein profunder Kenner von Bordeaux und Burgund, beides Wiegen einiger großer Namen einer hochdekorierten Weinwelt, der er mit Ehrfurcht und Respekt begegnet. Denn als einer von wenigen ist ihm bereits dann und wann die Ehre zuteil geworden, den einen oder anderen Mythos verkosten zu dürfen. Seitdem ist er ständig auf der Suche nach adäquaten Pendants, die in einem überschaubaren Preisgefüge ein durchaus vergleichbares Aromenspiel in Nase und am Gaumen hervorzaubern. INSITE 2018

FOOD & WINE FOTOS HOTEL BAYERISCHER HOF, PR Château Pétrus vs. Château L’Eglise-Clinet Das legendäre Weingut Pétrus liegt im Herzen der Gemeinde Pomerol, sein Name wurde mit dem Jahrgang von 1945 weltbekannt, gilt bis heute als ein Jahrhundertwein. Gekeltert wird er meist aus 100 % Merlot, von bis zu 70 Jahre alten Reben mit einer extremen Ertragsbeschränkung. Der Ausbau erfolgt 18 bis 22 Monate zu 100 Prozent in neuen Barriques. Dabei finden laufend sensorische Prüfungen statt, nur die besten Fässer gehen in den Grand Vin. Ein besonderes Merkmal des dunklen und ungeheuer konzentrierten Rotweins ist die geringe Säure, was ihn weich, rund und geschmeidig macht. Trotz einem hohen Tanninanteil ist der Wein zart und ölig, so dass man ihn förmlich beißen und kauen kann. Man attestiert ihm Aromen nach schwarzen Johannisbeeren, Brombeeren, Maulbeeren und Pflaumen, zu denen sich mit den Jahren Tabaknoten hinzugesellen. Dieser Ikone steht das Château L’Eglise-Clinet gegenüber, ebenfalls aus dem Pomerol und veranlasste den berühmten Weinkritiker Robert Parker bei dem Jahrgang 2005 sagenumwobene und äußerst seltene 100 Punkte zu vergeben. Torsten Kuhne empfiehlt aus diesem Hause aber den 2011er: Sattes Purpur, ein Bouquet von reifen roten Beeren, dezenter Kräuterwürze wie Tee und Minze. Am Gaumen elegante Säure, viel reife rote Frucht wie Kirschen, Cassis und Granatapfelkernen – ein finessenreicher Begleiter zum Träumen und dem berühmten Vorbild in vielen Bereichen sehr nahe. Bei Volkhardt’s für 175 Euro. Domaine de la Romanée-Conti vs. Domaine Ponsot Ähnlich Ehrfurcht einflößend auch das berühmte Haus aus dem Burgund, mit seinen Lagen Corton, Montrachet, La Tâche und eben ganz oben, Romanée-Conti. Dieser kostet mindes tens 10.000 Euro pro Flasche und gilt als der teuerste Wein der Welt, 5.000 Exemplare davon werden handverlesen und nur unter strengsten Auflagen auf die gesamte Welt verteilt. Das Geheimnis der Qualität begründet sich durch viele Fakten. Dazu zählen das hohe Alter der Rebstöcke, extreme Pflanzdichte mit 10.000 Stöcken pro Hektar, eine rigorose Grünernte im Sommer, strengste Kontrolle des Leseguts, um den Ertrag auf nur 2.500 Liter je Hektar zu begrenzen, sowie eine Gärung in alten Holzbütten aus dem Jahre 1862, kein Filtrieren und jährlich neue Fässer für den Ausbau. Als Pendant führt Torsten Kuhne einen 1997 Clos de la Roche Grand Cru Vieilles Vignes, denn dank der Reife entfaltet der Pinot Noir erst seine Finesse. Filigranes Tannin und dezent eingesetztes Holz liefern die Bühne des Terroirs, pure, wie schmeckbare Herkunft. Kraftvoll und dicht, dabei weder zu rustikal, noch zu he greatly admires and respects, having been privileged enough to sample some of their mythical vintages. Ever since he has dedicated himself to the quest for comparable labels providing his customers with affordable delight .Legendary vineyard Château Pétrus in the heart of the Pomerol parish attained worldwide fame with its 1945 vintage. It is pressed 100 per cent from Merlot vines with extremely low yield and matures for up to 22 months exclusively in new barriques. After regular sensory checks only the best barrels end up in the Grand Vin. A special characteristic of this dark red wine is its low acid content which renders it well rounded and smooth. Inspite of its high tannin content its is delicate and oil, with a hint of various berries and plums and, with age, tobacco. Pomerol's Château L’Eglise-Clinet was awarded rare 100 points by Robert Parker for its 2005 vintage. But Torsten Kuhne recommends its 2011 vintage: velvety purple, an elegantly acidic bouquet of red berries, spicy tea and mint. Available at Volkhardt’s for 175 euros. Top-class Burgundy wine, matured in barrels dating from 1862, is produced by the Domaine de la Romanée-Conti. One bottle can cost up to 10,000 euros, mainly because the yield from a single hectare comprising 10,000 vines is restricted to 2,500 litres. Torsten Kuhne’s special, a 1997 Clos de la Roche Grand Cru Vieilles Vignes is a pinot noir whose full-bodied clue to its chalk terroir is underscored by fruity and filigree intimations of forest berry and cherry. Available at Volkhardt’s for 279 euros. Kuhne even stocks a blanc de blancs to rival that of Dom Pérignon: a 2010 Grand Cru Special Club (69 euros at Volkhardt’s) from the small family vineyard Terroirs de Chardonnay by Pierre Gimonnet. All of these treasures can be sampled at the Hotel Bayerischer Hof’s restaurants, Atelier and Garden. feminin. Dezente Würznoten und florale Anklänge, nebst reifen Waldbeeren und konzentrierten Kirschen in der Nase, sowie am Gaumen. Strukturiertes Finish mit vom Kalkstein geprägten, langanhaltenden Abgang. Bei Volkhardt’s für 279 Euro. Dom Pérignon vs. Pierre Gimonnet Das Synonym der gehobenen Champagnerwelt, wenn sich Prestige und Geschmack im Glas vereinen sollen. Auch für diesen großen Namen gibt es bei Volkhardt’s eine sehr empfehlenswerte Alternative: den 2010 Grand Cru Special Club – Grands Terroirs de Chardonnay von Pierre Gimonnet. Torsten Kuhne charakterisiert ihn folgendermaßen: kein Holz, sieben Jahre Hefekontakt und nur sechs Gramm Dosage. Im Mund explosiv, mit viel Kraft und Druck und Aromen von Birne, weißer Pfirsich, mit feinen Tanninen, kaum süß und doch sehr konzentriert wirkend. Ein Power-Chardonnay. Der kleine Familienbetrieb Gimonnet genießt in Frankreich einen hervorragenden Ruf, viele Sommeliers halten ihn für einen der besten Erzeuger von Blanc de Blancs Champagner, die ihren festen Platz in der französischen Spitzengastronomie haben. Kaum ein anderer Champagner verfügt über eine derartige Feinheit und Eleganz wie dieser Blanc de Blancs. Gimonnet darf sich durchaus einreihen in die großen Namen der Chardonnay Top-Erzeuger wie Peters oder Selosse. Bei Volkhardt’s für 69 Euro. Wer sich also auf die Suche nach dem großen Geschmack begeben möchte, den führt der Weg zu Torsten Kuhne nach Pasing, zur Volkhardt’s Weinhandlung. Die Originale, die Mythen aber, können auch gerne im Hotel Bayerischer Hof verkostet werden, die Weinkarte der Restaurants Atelier und Garden führen nämlich auch den Pétrus und den noch wesentlich selteneren Romanée-Conti. Diese und weitere vinophilen Schätze finden sich bei Volkhardt’s, Kaflerstraße 15, 81241 München. Das Chateau Pétrus mit Pommerol wurde einst durch J.F. Kennedy zur Legende: Bei einem Staatsdinner bemerkte er, dass dies wohl der beste Wein sei, den er je getrunken hätte … 2018 INSITE

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