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TRAVEL Der Olymp in Sachen Abfahrtslauf: Die Streif, das legendäre Hahnenkammrennen in Kitzbühel, lockt jedes Jahr bis zu 100.000 begeisterte Skifans nach Tirol M orituri te salutant! So hallte es einst durch die Arenen des Römischen Reiches, als Auftakt zu einem mörderischen Spektakel, dem die Massen johlend zujubelten. 2.000 Jahre ist das jetzt her, und somit auch Vergangenheit? Mitnichten, denn wer heute inmitten der vielen tausend begeisterten Ski-Fans aus aller Welt in der Zielarena des Kitzbüheler Hahnenkammrennens steht, kann sich auch beim besten Willen nicht des Eindrucks erwehren, dass die Grund prinzipien bis heute noch bestens funktionieren. Brot und Spiele, panem et circenses – je höher der Gänsehautfaktor, desto ausgelassener die Stimmung. Nur noch wenige Minuten bis zum Start, Regisseur Gerald Salmina lässt seine Kamera langsam und bedächtig auf die Rennläufer zufahren, die tief in sich versunken und still auf ihr Go warten. Es herrscht eine ungewöhnliche Totenstille, die fast nervenzerreißende Anspannung ist deutlich zu spüren, die Gesichter sind weiß wie der Schnee, auf dem sie sich gleich talwärts stürzen werden. Sieht so Angst aus? ACE As the crowds in the Tyrolean resort of Kitzbühel flock to the annual Hahnenkammrennen, one of the world’s most prestigious downhill ski races, one senses that, some 2,000 years on, the Ancient Roman maxim panem et circenses still applies today. Morituri te salutant (the bloodcurdling yell from the terraces as the gladiators entered the Colosseum)? Nobody in their right mind has come to see fatal spills. But some of the tumbles the racers take, due to the hellishly steep and icy slopes, have the spectators come out in goosepimples. Just a few minutes before the start of the race, film director Gerald Salmina motions his cameraman to move in on the racers. The close-ups reveal young men sunk in thought. Their faces are as white as the surrounding snow and the tension they share is palpable. Is this what fear looks like? Hansi Hinterseer, folk Hansi Hinterseer, einst Kitzbühels gefeierter Ski-Star und heutiger Entertainer, bringt es auf den Punkt: „Du musst einfach ein wilder Hund sein, wenn du dich da mit 150 Sachen runterhaust!“ Nirgendwo anders gehört mehr Mut dazu, sich aus dem Starthaus hinauszukatapultieren, denn der Moment, in dem man die Stöcke über die Zeitnehmung steckt, ist der Point of no return, der Kampf gegen den Berg beginnt mit der ersten Sekunde. Ein Kampf allerdings, den dieser Berg, wie kaum ein anderer weltweit, immer wieder gewinnt und so ist jeder Einzelne, der es überhaupt schafft, aufrecht ins Ziel zu kommen, bereits ein Gewinner. Diejenigen allerdings, die es bis aufs Treppchen geschafft haben, werden zu Helden, zu wahren Legenden, bleiben für alle Zeit unvergessen. Franz Klammer, Didier Cuche oder Karl Schranz sind Mythen, bis heute, denn sie entschieden diese Rennen gleich mehrfach für sich. Ein Höllenritt So lautet der Titel der bisher einzigen Dokumentation über dieses legendäre Rennen. Regisseur Gerald Salmina zeigt in emotionalen und teilweise sehr drastischen Bildern, was genau dieser Höllenritt bedeutet und hat damit der Streif ein filmisches und äußerst eindrucksvolles Denkmal gesetzt. Auf verschiedenen Ebenen geht Salmina der Frage nach, was die Faszination dieser mörderischen Abfahrt ausmacht und FOTOS MICHAEL WERLBERGER, HANS RUDOLF UTHOFF / AGENTUR V LIKE VINTAGE, HOTEL BAYERISCHER HOF was die Rennläufer antreibt, ein solch hohes Risikio in Kauf zu nehmen. Denn diese Abfahrt ist weit mehr als nur ein Skirennen, sie ist ein Fixpunkt, das Monte Carlo des Skisports, das einzige Rennen, das weltweit diese Aufmerksamkeit erregt. Und sie ist ein Mythos, weil es einem Ritt auf einer Rasierklinge gleichkommt, sie im Renntempo bezwingen zu wollen. Und das, obwohl der gesunde Menschenverstand eines jeden dies als absolut unmöglich einstuft. Wer einmal erlebt hat, wie die Fahrer in der berühmt, berüchtigten Mausefalle, mit ihrem Gefälle von 85 Prozent, in ein Nichts fliegen und nach 80 Metern mit ihren Skiern wieder auf das Eis krachen, wer einmal über die Hausbergkante ins Ziel geschaut hat und versucht hat, die Traverse unverletzt zu überstehen, der begreift die Faszination, die von diesem Rennen ausgeht. Die Streif zu bezwingen, das ist unmöglich, sagt die Ratio. Ein Irrtum, das beweisen die Rennläufer, jedes Jahr immer wieder aufs Neue. Der Tanz ums weiße Gold Kitzbühel und die Streif, das ist eine Symbiose aus (Sport-)Helden und Gesellschaft. Ein internationaler Event, der diesen Ort zu einem Treffpunkt macht: Rote Teppiche für die Stars und hinter den Kulissen das Netzwerk der Wirtschaftsgrößen. Harti Weirather, Kopf und Seele des Rennens, sowie Mastermind in Das Hotel Zur Tenne: malerisch gelegen im Herzen Kitzbühels 1969 verkörperte der damals noch völlig unbekannte Robert Redford Triumph und Niederlage eines Rennläufers auf der Streif singer and in his youth Kitzbühel’s most lauded skiing champ, puts it in a nutshell: “You’ve got to be a daredevil to career down that slope at almost a ton.” To launch oneself out of the starter’s hut takes more pluck than anywhere else. Once the racers’ sticks have crossed the starting line, there is no turning back. The hellish Hahnenkamm gradient is only joint winner of the tussle with the mountain. All the racers who make it through to the finish are winners too. And the top three who get to climb onto the podium become instant living legends. Champions such as Franz Klammer, Didier Cuche and Karl Schranz, who have all won the race more than once, now feature indelibly in Kitzbühel’s sporting mythology. The images of Gerald Salmina’s documentary convey all the thrills and spills, not least the descent down the most treacherously steep gradient known as “Die Streif”, that have made this daredevil run world-famous. It probably owes its legendary status, on a par with Formula One’s Monaco grand prix, to its similarity with a ride on the cutting edge of a razor blade. Common sense should tell us that such a run is not feasible. Anyone who has watched the racers plunge into the notorious Mausefalle (mousetrap) with its 85-per-cent gradient, make an 80-metre leap and then crash back onto the icy slope miraculously unscathed and still standing, appreciates that these athletes with their cast-iron thighs are even more „ Ob Niederlage oder Triumph, bei der legendären Audi-Night im Hotel Zur Tenne feiern Wirtschaft, Sport und Glamour das Leben Sachen Vermarktung, bastelt schon seit geraumer Zeit daran, die Tiroler Bergstadt zu einem zweiten Davos zu machen. Denn wie kaum ein anderes Sport- Event lockt die Streif alles was Rang und Namen hat nach Tirol: Die großen Namen aus Hollywood, gekrönte Häupter und den europäischen Adel, sowie ganze Vorstandsetagen internationaler Großkonzerne. Dreh- und Angelpunkt dabei ist stets das Hotel Zur Tenne, malerisch gelegen in der historischen Altstadt und ein place to be, in dem das Herz Kitzbühels schlägt. Und das nicht nur während der Rennwoche. INSITE 2017 2017 INSITE

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